Welche Rolle spielt Angst bei der Konsolidierung des Putin-Regimes und der gesellschaftlichen Unterstützung für Krieg gegen die Ukraine? Das war das Kernthema eines wissenschaftlichen Kolloqiums, das die Deutsche Sacharow Gesellschaft kürzlich in Berlin mit dem russischen Meinungsforscher und stellvertretenden Leiter des Lewada-Zentrums Lew Gudkow abgehalten hat.
Im Dezember haben wir mit einer großen Diskussion in Berlin an die Verleihung des Friedensnobelpreises an Andrej Sacharow vor 50 Jahren erinnert. Die Deutsche Welle hat darüber einen Bericht veröffentlicht, den wir mit freundlicher Genehmigung der Redaktion in deutscher Fassung wiedergeben.
Bei dem Diskussionsabend, den wir kürzlich anlässlich des 50. Jahrestages der Verleihung des Friedensnobelpreises an Andrej Sacharow veranstaltet haben, hielt unser Vorstandsmitglied Uta Gerlant eine Eröffnungsrede, die wir hier dokumentieren.
Zum dritten Mal haben die Deutsche Sacharow Gesellschaft, die Ruhr-Universität Bochum und das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam die Andrej-Sacharow-Stipendien für geistige Freiheit vergeben. Die neuen Stipendiatinnen sind Svetlana Eremeeva (Bochum) und Daria Ganzenko (Potsdam).
Am 10. Dezember 1975 wurde Andrej Sacharow offiziell der Friedensnobelpreis verliehen. Weil die Sowjetunion den Dissidenten und Menschenrechtsaktivisten nicht ausreisen ließ, wurde der Preis von seiner Ehefrau Jelena Bonner entgegengenommen, die auch Sacharows Preisrede vortrug. Genau 50 Jahre später wollen wir auf einem Diskussionsabend an dieses Ereignis erinnern.