Foto: privat
Katya Nikitina ist die neueste Sacharow-Stipendiatin. Die Literaturwissenschaftlerin aus Sibirien wird von Mai bis Oktober an der Ruhr-Universät Bochum zur kulturellen Aufarbeitung der ökologischen Folgen des russischen Krieges gegen die Ukraine forschen.
Nikitina, die nach ihrem BA in Literaturwissenschaft an der Astafjew-Universität Krasnojarsk im oberschlesischen Kattowitz polnische Philologie studierte und dort über vergleichende Literaturwissenschaften promoviert wurde, forscht im Bereich Animal Studies, einer interdisziplinären Wissenschaft, die sich mit ethischen und politischen Fragen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Lebewesen auseinandersetzt. Sie ist Mitbegründerin des Posthuman Studies Lab, einer postdisziplinären Forschungsplattform, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Künstlerinnen und Künstler zusammenbringt, um die ökologischen und politischen Hinterlassenschaften postsowjetischer Territorien kritisch neu zu denken..
Von der Ruhr-Universität hieß es dazu, dass Nikitinas Forschung an aktuelle Debatten um ökologische Gewalt, Krieg und mehr-als-menschliche Agency anknüpft und eine originelle Perspektive auf die ökologischen Dimensionen des sowjetischen Erbes sowie des Krieges gegen die Ukraine eröffnet.
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Die Sacharow-Stipendien werden vom Auswärtigen Amt im Rahmen des Projekts „Wege zur Aufarbeitung von Krieg und Diktatur“ gefördert. Ihre Umsetzung erfolgt zusammen mit der Ruhr-Universität Bochum und dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF).


