Der russische Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat bei vielen Assoziationen mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 geweckt. Historische Vergleiche anzustellen bedeutet beileibe keine Gleichsetzung. Dennoch können sie helfen, die heutige Situation besser zu verstehen.
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Wie legitimierte die NS-Diktatur den Krieg gegenüber der eigenen Gesellschaft? Was waren und sind Strickmuster der Kriegspropaganda? Wie ändert sich die öffentliche Meinung, wenn sich der Krieg in die Länge zieht? Warum findet die Gesellschaft nicht die Kraft, sich gegen einen Krieg aufzulehnen, der Leid und Tod über andere Länder bringt und dafür auch eigene Bürgerinnen und Bürger opfert?

Können uns Erkenntnisse aus der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Diktatur helfen, die sozialpsychologische und politische Dynamik der heutigen russischen Gesellschaft zu verstehen?

Darüber diskutieren:

  • Lew Gudkow – wissenschaftlicher Leiter des Lewada-Zentrums, Moskau
  • Jan Claas Behrends – Professor, Kulturwissenschaftliche Fakultät, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)

Moderation: Anna Nemser, TV-Sender Doschd (TV Rain)

Die Diskussion findet am 28. September um 18:00 Uhr MEZ bei ZOOM statt und wird simultan auf Deutsch und Russisch übersetzt.

Bitte melden Sie sich unter diesem Link an: https://forms.gle/NKQkYg2Q9kgnhLUe7

 

 

Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Youtube-Kanals “O strane i mire” (Über Land und Welt) und der Deutschen Sacharow Gesellschaft, die im Rahmen des Projekts „Dialoge in der Turbulenzzone“ stattfindet, das vom Auswärtigen Amt unterstützt wird.